4 Minuten Lesezeit

Mal schnell einen witzigen Facebook-Post teilen oder spontan einen Blogbeitrag schreiben und veröffentlichen – das mag bei der privaten Online-Kommunikation gut funktionieren. Für das professionelle und erfolgreiche Content Marketing eignet sich dieses Vorgehen nicht. Hier ist eine überzeugende Strategie gefragt, für die Sie einen Redaktionsplan benötigen. Darin legen Sie Wochen oder sogar Monate im Voraus fest, was Sie im Rahmen Ihrer Content-Marketing-Strategie wann und wo veröffentlichen möchten. Im Journalismus hat sich dieses Vorgehen seit Langem bewährt und auch im Content Marketing gewinnen Redaktionspläne stetig an Popularität.

Was Ihnen ein Redaktionsplan bringt

Ihre kommunikativen Unternehmensaktivitäten gebündelt zu planen und nach einem Plan auszurichten, hat mehrere Vorteile:

  • Sie haben Zeit, Themen strategisch zu erarbeiten, statt sich hektisch spontan etwas überlegen zu müssen.
  • Dadurch stellen Sie sicher, dass alle Beiträge des Content Marketings zielgruppengerecht und auf die eigene Botschaft ausgerichtet sind.
  • Es fällt Ihnen leichter neue Themen zu finden, die aufeinander aufbauen und ein einheitliches Markenbild kommunizieren.
  • Sie können den Plan abwechslungsreich gestalten, sodass sich der Rezipient nicht langweilt.
  • Besondere Termine und Themen können Sie langfristig planen, sodass Sie nichts vergessen.
  • Sie behalten stets den Überblick über anstehende Aufgaben wie Recherche, Schreiben und Einpflegen von Beiträgen und können Ihre Zeit dadurch effektiver nutzen.
  • Sie kommunizieren diszipliniert in regelmäßigen Abständen.

Wie ein Redaktionsplan für das Content Marketing aussieht

Sie benötigen keine komplexe Software, um einen eigenen Redaktionsplan zu erstellen. Es reicht bereits eine einfache Excel-Tabelle. Hier halten Sie für jeden geplanten Beitrag alle wichtigen Informationen fest. Wichtig ist dabei, dass alle Kollegen, die mit dem Plan arbeiten sollen, auch Zugriff darauf haben. Speichern Sie das Dokument deshalb beispielsweise im Intranet oder auf dem internen Server Ihres Unternehmens. Alternativ können Sie einen Online-Dienst wie Google Docs nutzen und alle Redaktionsmitglieder und Marketing-Mitarbeiter dazu einladen. Wichtig ist ebenfalls, dass Sie den Plan kontinuierlich führen.

Was in den Redaktionsplan hineingehört

Beim Erstellen eines Redaktionsplans in Tabellenform legen Sie im Tabellenkopf fest, welche Informationen zu jedem einzelnen geplanten Beitrag eingetragen werden sollen. Dazu gehören:

  • Thema / Titel
  • zuständige Mitarbeiter (z.B. Autor, Fotograf, Grafiker)
  • Art des Content-Marketing-Beitrags (z.B. Reportage, Interview, Produktvorstellung, Infografik, E-Book)
  • Keywords und deren Dichte
  • Ziel des Beitrags und passender Call To Action
  • Datum der Veröffentlichung (+ ggf. vorher Abgabedatum für den Redakteur)
  • Kanal der Veröffentlichung (z.B. Social-Media-Kanal, Firmenblog, E-Mail-Newsletter)

Zusätzlich können Sie mögliche Quellen, Hinweise oder Ansprechpartner eintragen, die dem verantwortlichen Mitarbeiter die Arbeit erleichtern. Sinnvoll kann es auch sein, eine oder mehrere Spalten für den Fortschritt einzurichten. Hier tragen die verantwortlichen Personen beispielsweise über einen zuvor definierten Farbcode ein, wie der aktuelle Stand ist. So hat jeder stets im Blick, was noch erledigt werden muss und welche Inhalte bereits veröffentlichungsreif sind.

Beispiel Redaktionsplan

Um auszuwerten, wie erfolgreich die einzelnen Beiträge sind, können Sie abschließend zu jeder Veröffentlichung für Sie relevante KPIs wie Reichweite oder Interaktionsraten notieren. So erfahren Sie, welche Formate und Themen funktionieren und welche Sie überarbeiten müssen oder ganz aus Ihrem Plan streichen sollten.

Zudem sehen Sie, wie sich Themen mit der Zeit entwickeln: Können Sie Ihre Leser beispielsweise für spezielle Themen begeistern, was sich in steigender Reichweite der jeweiligen Beiträge ausdrückt? Oder posten Sie zu oft zu einem Thema und das Interesse nimmt ab?

Nie wieder spontan posten?

Das Einrichten eines Redaktionsplans bedeutet nicht, dass Sie gar nichts mehr spontan veröffentlichen dürfen. Gerade in der Krisenkommunikation ist ein schnelles Handeln nötig, um die eigene Position überzeugend zu vermitteln und möglicherweise Schaden vom Unternehmen abzuwenden. Aber auch in ruhigen Zeiten kann eine gute Idee gegebenenfalls kurzfristig umgesetzt werden, falls Sie einen Mehrwert bietet und zur Content-Marketing-Strategie passt. Gerade in sozialen Netzwerken lässt sich manchmal spontan viel Reichweite generieren, wenn man ein passendes aktuelles Thema clever aufgreift.

Jetzt einen eigenen Redaktionsplan anlegen und mit dem Content Marketing durchstarten!

Ein gewissenhaft geführter Redaktionsplan ermöglicht es Ihnen, strukturiert zu kommunizieren. Sie können Ihre Beiträge genau auf Ihre individuellen Customer Personas ausrichten und Kampagnen konzentriert mit Inhalten füllen. So überlassen Sie Ihre Kommunikation und Ihr Content Marketing nicht dem Zufall, sondern steuern Sie gezielt. Wir unterstützen Sie gerne dabei – wenden Sie sich jetzt an uns!