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Was ist Inbound Marketing?

Was ist Inbound-Marketing? Was sind die Vorteile?3 Min. Lesezeit

Was ist Inbound-Marketing? Was sind die Vorteile?

Als Kontrast zum klassischen Outbound- versucht das Inbound-Marketing einen Dialog zum Kunden aufzubauen. Der Kunde soll bei seinem Entscheidungsprozess auf einer neutralen und partnerschaftlichen Ebene begleitet werden. Über verteilte Kanäle werden die Kunden angesprochen und das Unternehmen wird als Autorität im Markt platziert. Der hauptsächliche Unterschied zum Outbound-Marketing ist der Übergang vom Push- zum Pull-Marketing. Das Inbound-Marketing stellt mittlerweile in den meisten Unternehmen einen Teil des Marketing-Mixes dar und auch Unternehmen mit kleineren Werbebudgets profitieren von dieser Entwicklung.

Inbound Marketing

Die durchschnittlichen Investitionskosten beim Inbound-Marketing sind wesentlich geringer als im Outbound-Marketing. So muss bei letzterem etwa bei bezahlter Werbung in Google Adwords stets Budget investiert werden, um die Werbemaßnahme aufrechtzuerhalten. Beim Content-Marketing wird wiederum einmal in die Erstellung der Inhalte investiert, die sodann bestehen bleiben und keine oder nur noch geringe Investitionen nach sich ziehen.

Im Inbound-Marketing spielt die Produktion von wertvollem Content eine entscheidende Rolle. Dieser sollte nach der Meinung von Fachleuten auf die Zielgruppe zugeschnitten sein und zudem einen wirklichen Mehrwert bieten. Am besten funktionieren zugeschnittenen Inhalte in der jeweiligen Phase der Kaufentscheidung. Um die Zielgruppe zu definieren, ist die Entwicklung von Buyer Personas ein weiteres wichtiges Instrument im Inbound-Marketing. Buyer Personas sind fiktive Vertreter Ihre Zielgruppe, die über verschiedene Merkmale definiert werden.

 

 

Folgende Tabelle bietet eine Übersicht über die wichtigsten Kanäle des Inbound-Marketings.

  • Suchmaschinen (Suchergebnisse, Werbeanzeigen)
  • Persönlicher Kontakt (Newsletter, E-Mail Marketing, Telefon, SMS, WhatsApp, Chatbot, Offline-Mailings etc.)
  • Social Media (Facebook, Twitter, Xing, LinkedIn etc.)
  • Webseiten-Inhalte (Blog, Infografiken, Webseite)
  • Web-Tools (Self-Assessment, Consulting, Terminvereinbarung)
  • Web-Ressourcen (Glossar, Videos, Podcast, Webinare)

Inbound-Marketing und Marketing-Automation

Prinzipiell lassen sich alle Kontaktkanäle zu Interessenten und Kunden abbilden, um eine stabile Beziehung aufzubauen. Moderne Marketing-Automation-Lösungen bilden alle Kanäle ab, um einen kanalübergreifenden Blick auf den Nutzer zu erhalten. Über diese Lösungen können die Nutzer zur richtigen Zeit, mit dem richtigen Inhalt und auf dem richtigen Kanal in Echtzeit erreicht werden.

Inbound Marketing Closed Loop Reporting

Technologie ist laut Experten notwendig, um ein umfassendes Inbound-Marketing zu betreiben. Anbieter von Marketing-Automation-Lösungen bieten diese technologischen Voraussetzungen und verkaufen ihre Produkte zumeist als Software-as-a-Service (SaaS)-Lösungen. Dennoch umfasst der Begriff Marketing Automation mehr als eine technologische Plattform. Vielmehr wird in der Fachliteratur von einer Methode gesprochen, um damit Businessziele zu erreichen. „Vor diesem Hintergrund definiert das Institut für Sales und Marketing Automation (IFSMA) Marketing Automation als die IT-gestützte Durchführung wiederkehrender Marketing- aufgaben mit dem Ziel, die Effizienz von Marketingprozessen und die Effektivität von Marketingentscheidungen zu steigern.“

 

 

Durch Marketing Automation können Inbound- und Outbound-Marketingaktivitäten automatisiert und dadurch der Ressourceneinsatz optimiert werden. In der Regel sind die Marketingmitarbeiter die teuerste Ressource, doch wiederholende Aufgaben können in Software-Journeys abgebildet werden und vollautomatisiert, 24 Stunden am Tag im Hintergrund ablaufen. Dadurch werden die Mitarbeiter entlastet und können sich komplexeren Aufgabenbereichen widmen. Automatisierte Journeys für zum Beispiel den Lead Nurturing Prozess laufen automatisiert im Hintergrund.

Marketing-Automation-Lösungen bieten zudem einen weiteren Vorteil. Durch ausgereifte Reporting-Tools der SaaS-Lösungen können Prozesse fortlaufend optimiert werden. Closed Loop Reporting bietet die Möglichkeit, den gesamten Entscheidungsprozess des Kunden zu verfolgen und zu analysieren. Durch einen ständigen Abgleich zwischen Marketing- und Vertriebssystemen können Kampagnen und Kommunikationskanäle in Echtzeit analysiert und verglichen werden, wodurch auch der Vertrieb entlastet werden kann. So kann ein Lead etwa erst zum richtigen Zeitpunkt von Marketing an den Vertrieb übergeben werden, denn eventuell ist dieser noch nicht bereit für einen direkten Kontakt des Vertriebs und muss erst vom Marketing im Entscheidungsprozess begleitet werden.

Dieser Prozess wird von Marketingexperten als Lead Nurturing bezeichnet. Auf Basis dieser Auswertung können die Mitarbeiter die Marketingprozesse fortlaufend optimieren und die Erkenntnisse bei der Erstellung neuer Kampagnen nutzen. Dadurch werden nicht nur Prozesse automatisiert, sondern die Managementstrategie wird hin zu einer lernenden Organisation entwickelt, die ihre Abläufe fortwährend verbessern kann.

 

 

David Schuh
David hat bereits im Alter von 12 Jahren ein eigenes Unternehmen gegründet. Nach einer Weltreise, studierte er Wirtschaftsinformatik (B.Sc.) beim "Silicon Valley Giganten" Hewlett Packard. Er sammelte Berufserfahrung in großen IT-Konzernen wie DXC Technology, HPE, SanData und MicroFocus. Er hat internationale Erfahrung und arbeitete mehrere Monate im Process Improvement für HP in Australien. David wurde bereits in zahlreichen Medien für seine Expertise ausgezeichnet. Unter anderem beim 1&1/VOX Website Award 2015 im Rahmen der Höhle der Löwen. Heute ist er als CEO & Head of Sales bei Thorit tätig.

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