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Unternehmen legen mehr und mehr Wert auf Content Marketing und ein Ende des Trends ist nicht abzusehen. Schließlich gibt es kaum ein besseres Instrument, um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu erreichen. Die Themenfindung muss daher gut durchdacht sein, so dass im Verlauf der Customer Journey eine gezielte Interaktion ausgelöst wird. Die große Herausforderung bei der Content-Recherche und Themenfindung ist nicht nur Kreativität, um den Nerv der Zielgruppe zu treffen.

Digitale Inhalte müssen darüber hinaus so aufbereitet sein, dass sie für den Algorithmus bei Google relevant werden und Ihre Webseite im Ranking entsprechend prominent platziert wird. Die beste Content-Recherche nutzt Ihnen nichts, wenn Ihre Themen gar nicht erst im Web sichtbar werden.

Hier erfahren Sie sieben Tipps für die Content-Recherche, die Ihnen und Ihrem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen und das Content-Marketing nicht zur zeit- und nervenraubenden Angelegenheit werden lassen.

1. Die Bestandsaufnahme der Zielgruppe

Eine erfolgreiche Content-Recherche ist nur dann möglich, wenn die Zielgruppe bereits bekannt und die charakteristischen Buyer Personas definiert sind. Wenn Sie sich an die Themenfindung machen, sollten Sie auf diese Fragen unbedingt eine Antwort haben:

  • Wie ist es um die soziodemografischen Merkmale der Zielgruppe bestellt?
  • Was erwartet die Zielgruppe von Ihrem Produkt und Ihrer Dienstleistung
  • Wie hoch ist die Bereitschaft, Kaufentscheidungen online zu treffen?
  • Wie internetaffin ist die Zielgruppe und sucht sie gezielt im Internet nach Produktinformationen und Hintergrundberichten?

2. Analyse bereits vorhandener Inhalte im eigenen Content Marketing

Wenn Sie nicht gerade komplett neu in das Thema Content Marketing und Themenrecherche einsteigen und eine jungfräuliche Webseite füllen müssen, steht vor der eigentlichen Content-Recherche die Bestandsaufnahme der bereits vorhandenen Inhalte.

Fragen Sie sich kritisch, auch im Abgleich mit der Konkurrenz, wie brauchbar und aktuell Ihre Inhalte noch sind. Analysieren Sie, welche Themen besonders populär sind und wie diese noch besser umgesetzt werden können. Legen Sie für die Content-Recherche eine Liste mit Themen an, die noch fehlen und löschen Sie veraltete Inhalte.

3. Content-Recherche in Foren

Im Content Marketing brauchen Sie keine Angst vor Kreativität zu haben. Die beste Möglichkeit zu einer eingehenden Content-Recherche bietet Ihnen das Netz mit wenigen Klicks. Auf bestimmten Portalen und in Gruppen lohnt sich die Suche immer. Erste Stationen können sein:

  • GuteFrage.net oder Quora, in diesen Foren werden gezielt Fragen gestellt und beantwortet
  • Foren und Gruppen bei Facebook
  • Gruppen bei XING und LinkedIn, wenn es um eine Themenfindung im Bereich B2B geht
  • Kundenrezensionen bei Amazon

Soll die Content-Recherche spezifischer sein, können Sie Suchbegriffe bei Google wie “Thema Forum” oder “Thema Ratgeber” eingeben. Nutzen Sie anschließend portalinterne Suchen.

4. Die richtigen Keywords im Rahmen der Content-Recherche finden

Bevor Sie für die Content-Recherche entsprechende Tools nutzen, hilft es, ein Brainstorming rund um den abgesteckten Themenbereich zu machen. Setzen Sie sich hier keine Grenzen, sondern schreiben Sie alles nieder, was Ihnen gerade einfällt.

Beliebte Orientierungspunkte im Content Marketing sind die Produkte und Dienstleistungen, die auf Ihrer Webseite angeboten werden. Nutzen Sie Synergieeffekte und arbeiten Sie für die Keywordrecherche im Team!

Im zweiten Schritt gleichen Sie daraufhin die von Ihnen ermittelten Begriffe mit den Keywords ab, mit denen Ihre Mitbewerber ganz oben bei Google ranken. Suchen Sie nun Synonyme zu allen Begriffen, die Sie gesammelt haben.

5. Lassen Sie Tools bei der Content-Recherche für sich arbeiten

Im nächsten Schritt Ihrer Content-Recherche sollten Sie sich auf Tools stützen. Vor allem Google bietet Ihnen jede Menge kostenlose und spannende Möglichkeiten zur Themenfindung im Content Marketing, daneben gibt es noch weitere Tools, die den Einsatz definitiv lohnen.

Keyword Planner

Im Content Marketing gehört der Google Keyword Planner zu den Basic Tools. Mit wenig Aufwand erfragen Sie hiermit alle relevanten Keywords und deren Suchvolumen. Außerdem haben Sie die Möglichkeit bei Ihrer Content-Recherche mit Wortgruppen, Kategorien und Webseiten nach weiteren Begriffen zu suchen.

Um den Keyword Planner zu nutzen, benötigen Sie ein Adwords-Konto. Wichtig für die Content-Recherche sind die hart umkämpften teuren Keywords, die ein besonders hohes Suchvolumen aufweisen. Anhand dieser Kennzahlen können Sie den zu erwartenden Traffic bestimmen, dazu nutzen Sie die Parameter Cost-per-Click (CPC) und Traffic-Value.

Je höher der CPC ist, desto mehr Wettbewerb herrscht um das Keyword. Prüfen Sie daher, ob sich zu diesem Schlagwort die Content-Recherche lohnt und es tatsächlich eine Chance gibt, ganz oben zu ranken.

Das Tool Sistrix vergleicht darüber hinaus Ihre Webseite mit denen der Konkurrenz und zeigt an, mit welchen Keywords, die bei Ihnen fehlen, Mitbewerber gefunden werden. Auch das liefert einen guten Anhaltspunkt für Themenfindung und Content-Recherche.

Google Trends

Bei der Themenfindung kommt es häufig darauf an herauszufiltern, was die Zielgruppe überhaupt interessiert. Sie geben entweder das Thema oder einen Suchbegriff bei Google Trends ein und erhalten dann eine Kurve, die das Interesse der Nutzer anzeigt und das dazugehörige Suchvolumen. Interessant wird es, wenn Sie nach Ländern und Regionen oder Zeiträumen filtern. Dadurch erhalten Sie auch weitere Vorschläge für die Content-Recherche.

Mit TermLabs.io abseits ausgetretener Pfade recherchieren

Wenn Sie bei der Content-Recherche an Nischenthemen interessiert sind, bietet sich TermLabs an. Anhand des Questionfinders werden Quellen ausfindig gemacht, die in den SERPs relativ weit hinten ranken. So finden Sie zwar keine Beispiele für ein perfektes SEO, aber durchaus interessante Impulse für die Content-Recherche.

Die richtigen Fragen stellen

Sobald Sie Ihren Begriff in die Suchleiste eintippen, vervollständigt Google Suggest und zeigt Ihnen die meistgesuchten Begriffe und Fragestellungen an. Geben Sie zwei Keywords hintereinander ein und klicken dann in die Lücke, werden die Vorschläge noch detaillierter und Sie erhalten quasi nebenbei Long Tail Keywords für die Content-Recherche. Gezielt für W-Fragen sollten Sie Hypersuggest nutzen.

6. Content-Recherche in Social Media

Likes bei Facebook oder Hashtags bei Twitter liefern Ihnen wichtige Anhaltspunkte über das, was Ihre Zielgruppe gerade beschäftigt. Um Input für die Content-Recherche zu erhalten, können Sie auch selbst auf Ihrer Seite Fragen wie “Was denkt Ihr über…?” oder “Was ist Euch wichtig?” stellen. Ebenso hilft Ihnen das Tool BuzzSumo, möglichen Influencern auf die Spur zu kommen und zeigt an, welche Inhalte am häufigsten geteilt werden. So erfahren Sie, welche Art Content besonders populär ist.

7. Gründliche Medienbeobachtungen

Die Beobachtung relevanter Medien spielt eine große Rolle bei der Content-Recherche und stellt eine beliebte Methode im Content Marketing dar. Betreiben Sie Agenda-Surfing, greifen Sie aktuelle Themen auf und liefern dazu entsprechend eigene Inhalte.

Agenda-Setting bedeutet, Trends zu erkennen und frühzeitig die Zielgruppe mit relevantem Content zu versorgen – so bauen Sie sich gleichzeitig einen Expertenstatus auf. Mit Google Alerts und Netvibes haben Sie hierfür zwei kostenlose Tools zur Verfügung.

Für die Content-Recherche müssen Sie nicht alle Tools gleichzeitig nutzen. Wichtig ist, dass Sie Ihre Zielgruppe kennen, aktuelle Trends in Ihrer Branche verfolgen und durch die genannten Tipps gezielt Impulse setzen. Viel Erfolg bei der Themenfindung!