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Was machen erfolgreiche Online-Shops richtig, was machen sie besser und was können Sie aus deren Erfolgen (und auch Fehlern) lernen? Um Ihre Marketingziele zu erreichen, die Bounce Rate niedrig zu halten und die Conversion Rate zu erhöhen, müssen Sie nicht gleich das Rad neu erfinden. Lernen Sie von den Erfahrungen der besten – wir haben die Vorgehensweisen erfolgreicher Online-Shops für Sie in diesem Überblick zusammengestellt.

Kennen Sie Ihre Marketingziele

Mehr, besser, größer – im digitalen Marketing ist es leicht, in eine Denkweise zu verfallen, die sich vor allem in Superlativen und quantifizierbaren Werten misst. Aber unbedingt sinnvoll ist das nicht. Denn nur weil Sie mehr Menschen erreichen, heißt das noch nicht, dass Ihr Marketing besser funktioniert.

Potentielle Kunden zu finden und denen die richtige Message zu schicken, bedeutet mehr als nur große Reichweite. Schließlich wollen Sie mit hoher Effizienz arbeiten und nicht mit großer Effektivität. Ersteres garantiert Ihnen einen größtmöglichen Ertrag bei geringstmöglichem Einsatz.

Dafür müssen Sie aber Ihre Marketingziele Ihres Online-Shops zunächst einmal kennen. Das kann die Lead Generierung sein, vielleicht wollen Sie vor allem die Umsätze steigern oder Ihr erstes Ziel ist es, neue Kunden zu gewinnen. All das sind valide Ziele, aber jedes davon erfordert eine andere Strategie. Um dies genau zu verstehen und mit Ihrem Team und der passenden Software die Planung in die Realität umsetzen zu können, müssen Sie besonders präzise arbeiten. Teilen Sie die großen Ziele Ihres Online-Shops also in viele kleine Schritte auf.

Schritt für Schritt zum großen Ziel

Diese kleinen Teilschritte ermöglichen es Ihnen nämlich viel leichter und einfacher, zum gewünschten Ziel zu kommen. Gleichzeit geben Sie Ihnen die Möglichkeit, sich Schritt für Schritt vorzuarbeiten und Ihren Erfolg spezifisch messbar zu machen.

Wollen Sie neue Kunden gewinnen, könnten Sie beispielsweise daran arbeiten, Ihre Google Rankings zu verbessern. Gleichzeitig könnten Sie neue Leads generieren, indem Sie in Ihrem Blog einen Ratgeber zu Ihren Services und/oder Produkten bieten. Auch mit einer relevanten Mailing-Liste halten Sie potentielle Kunden auf dem Laufenden. Und dann wäre da natürlich auch noch die Arbeit in den sozialen Netzwerken, interagieren Sie dort mit Ihren Fans, generieren Sie Interaktionen und zeigen Sie Ihren Followern genau, was Ihre Brand ausmacht.

Das alles mag also dem typischen Marketingziel im Unternehmen unterstehen. Aber dennoch sind die einzelnen Unterziele grundsätzlich unterschiedlich und nicht alle direkt mit mehr Umsatz verbunden. Auch dieser Schritt der Abstraktion ist wichtig. Denn nur wenn Sie Ihre unterschiedlichen Ziele auch als solche behandeln, kommen Sie über viele kleine Ziele zu mehr Umsatz.

Als Beispiel können Sie beispielsweise Amazon und deren Affiliate-Programm sehen. Denn natürlich sind Online-Shops wie Amazon nicht auf die zusätzlichen Einnahmen der Affiliates angewiesen, wichtiger ist hingegen das Marketingbewusstsein. Begleiten Sie Ihre potentiellen Kunden also gemächlich auf der Customer Journey und arbeiten Sie mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl daran, aus Kontakten Leads und schließlich Kunden zu machen.

Verlieren Sie die Ziele nicht aus den Augen

Dazu gehören die Umsätze, die Gewinnung von Neukunden und das Binden von Bestandskunden und damit verbunden die richtige Strategie für Ihre Reichweite. Das beinhaltet Suchmaschinenoptimierung On- und Off-Page, aber eben auch Suchmaschinenmarketing, um gegen Bezahlung Ihre Reichweite zu erhöhen.

Aber Marketingziele können auch substantiell andere Ziele sein, etwa wenn Sie sich rebranden wollen und Ihren Kunden vermitteln möchten, dass die Qualität Ihrer Produkte künftig noch hochwertiger ist, dass Sie in Zukunft nachhaltig fertigen oder einfach, dass Sie internationaler werden.

Welche Anforderungen auch immer Sie an Ihr Marketing stellen, machen Sie sich Ihre Ziele bewusst und entwickeln Sie eine detaillierte Strategie, um sie zu erreichen.

Die passenden Tools – vom Suchen und Finden

Ob Sie nun einen großen Online-Shop betreiben oder aber eine charmante Nische bedienen, jeder Kunde muss erst einmal zu Ihnen finden. Um dies möglichst effizient zu gestalten, benötigen Sie die richtigen Monitoring Tools, damit Sie die Hintergründe wirklich verstehen. Google Analytics ist dabei der Schlüssel, um die richtigen Schlüsse aus Ihren Kampagnen zu ziehen.

Welche Zielgruppe erreichen Sie auf welchem Kanal und wo besteht in Ihrem Online Marketing Mix noch Verbesserungsbedarf? All das lässt sich im Akronym SMART zusammenfassen – Ihre Ziele sollen spezifisch, messbar akzeptiert, realistisch und terminiert sein. Dank moderner Analysetools können Sie das für jede Kampagne und auf jedem Kanal in Echtzeit überwachen. Das ist bei quantitativen Werten noch relativ einfach, denn an diesen Stellen können Sie Zahlen miteinander vergleichen. Konnten Sie mehr Fans auf Ihrer Facebook Seite gewinnen und Ihre Interaktionen auf Instagram steigern? Resultieren daraus Unique Impressions in Ihrem Online-Shop und daraus wiederum höhere Umsätze?

Klar messbare Werte sind aber nicht die einzigen Schlüsselfaktoren, die Sie beachten müssen, wenn Sie über neu formulierte Marketingziele sprechen. Gerade wenn Sie in abstrakteren Punkten wie einem besseren Image oder einem höheren Bekanntheitsgrad denken, werden die tatsächlich messbaren Punkte rarer. An solchen Stellen müssen Sie Key Performance Indicators beschreiben, die das Abstrakte greifbar machen. Ein recht einfaches Mittel hierfür sind beispielsweise Umfragen.

Einer der wichtigsten Schlüsselfaktoren aus dem SMARTen Marketingziel, den Online-Shops gerne übersehen, ist der Realismus. In vielen Bereichen lassen Wachstum und Popularität sich gewissermaßen hacken, aber eben nicht in allen. Vor allem den Umsatz können Sie nur schlecht mit Hauruckaktionen forcieren, wenn dies nicht dem Regelwachstum Ihres Unternehmens entspricht.

Stimmen Sie Ihren Online Marketing Mix ab 

Auch wenn der wichtigste Teil Ihres Online-Shops sich auf Ihrer Seite abspielt, sollten Sie die Chancen, die Social Media Ihnen eröffnet nicht missachten.

Denn längst können Sie Facebook oder Instagram nicht mehr nur Banner-Werbung nutzen, sondern mit Shopping-Anzeigen direkt auf Ihre Produkte im Shop verlinken. Nutzen Sie diese Möglichkeit und ersparen Sie Kunden die Umwege.

Ein Beispiel können Sie sich an der Instagram-Seite von IKEA nehmen. Diese bedient mit ästhetischen Bildern das spezifische Klientel des Mediums. Gleichzeitig lassen sich auf allen Bildern die abgebildeten Produkte mit nur zwei Klicks kaufen. Dies soll Ihnen nur ein Beispiel für die Tiefe der Integration zwischen Social Media Marketing und messbaren Umsätzen sein, dabei ist Social Media wie vielleicht kein anderes Marketingtool eng mit dem Ruf Ihres Unternehmens verbunden. Seien Sie also ruhig frech, liefern Sie spannende Inhalte und binden Sie potentielle Kunden auch an das Image Ihres Unternehmens.

Seien Sie überall

Dazu sollten Sie sich auch vor modernen Kanälen nicht scheuen und alle für Sie finanziell sinnvollen Möglichkeiten einer Omni-Channel-Präsenz nutzen. Messenger Marketing mithilfe von Bots kann etwa eine sinnvolle Ergänzung im Kundenservice sein und zeigt, dass Ihr Online-Shop stets erreichbar ist. Zwar haben Sie damit noch immer nicht den persönlichen 24-Stunden-Service von globalen Playern wie Amazon, aber zumindest spielen Sie in der gleichen Liga.

Gleichzeitig sollten Sie auch klassisches Affiliate Marketing oder den altbewährten E-Mail-Verteiler nicht aus den Augen lassen. Jedes einzelne Tool im Marketing Mix hat seinen eigenen Zweck und seine eigenen Vorteile.

Abhängig davon, welche Marketingziele Sie mit Ihrem Online-Shop erreichen wollen, müssen Sie auch den entsprechenden Kanälen das richtige Gewicht zuweisen. Beachten Sie dies bereits bei der strategischen Planung Ihrer Ziele und bei der Aufstellung aller Anstrengungen, die Sie unternehmen. Aber dank moderner Analysetools haben Sie eben auch alle Möglichkeiten, Ihr Marketing bis ins Detail genau und bis in die Unendlichkeit skalierbar zusammenzustellen.