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Ob Suchmaschinenwerbung (SEA) oder Suchmaschinenoptimierung (SEO) – wenn Sie wollen, dass Ihre Inhalte bei Google und Co. ein möglichst hohes Ranking erzielen, müssen Sie sicherstellen, dass Sie ein Gespür für Ihre Kunden und das Gesuchte finden. Dazu bedarf es einer intensiven Keywordrecherche, so dass Sie wissen, worauf Sie Ihre Inhalte optimieren müssen und unter welchen Begriffen es sich lohnt, Werbung zu schalten. Das beschert Ihnen nicht nur eine bessere Platzierung bei Google, sondern reduziert bei SEA auch Ihre Kosten.

Um dies verstehen und umsetzen zu können, brauchen Sie einige einfache Tools und ein Grundverständnis für die Funktionsweise von Suchmaschinen. In diesem Ratgeber geben wir Ihnen genau den Überblick, mit dem Sie sich sofort auf die Suche nach den passenden Keywords machen können.

Ein neues Grundverständnis für Keywords – warum die Keywordrecherche so wichtig ist

Auch wenn es in diesem Guide vermehrt um die Keywordrecherche für SEA geht, sollten Sie die Bedeutung auch für SEO keineswegs außer Acht lassen. Denn Suchmaschinenwerbung gibt Ihnen schneller ein gutes Ranking, aber ultimativ sollten möglichst viele User Sie und Ihre Inhalte organisch finden. Schließlich verbraucht SEA jedes Mal einen Teil Ihres Budgets und bei beliebten Keywords summieren sich auch kleinere Posten langsam auf.

Zunächst einmal ist es wichtig, dass Sie Begriffe mit hohem Suchvolumen nicht pauschal als geeignet für SEA verstehen.

Ein Begriff mit hohem Suchvolumen etwa wäre „Fußball“, das Stichwort wird bei Google beständig gesucht. Es wird kurzgehalten für die Suche nach Zusammenfassungen des Spieltags oder als Überbegriff für die Suche nach neuen Sportschuhen für den Bolzplatz verwendet.

Ein regionales Sportgeschäft, das mittels Suchmaschinenwerbung neue Kunden auf sich aufmerksam machen möchte, muss da natürlich präziser arbeiten. Denn da der Begriff „Fußball“ ein gigantisches Suchvolumen besitzt, sind die Auktionen auf die Werbeschaltungen entsprechend teuer. Wird der Begriff aber mit einem Kleidungsstück, dem Ort/der Region und verkaufstypischen Termini wie „günstig“ oder „Schnäppchen“ gepaart, so zeichnet sich schon ein klareres Bild. Um dieses Bild zu verstehen, ist es erforderlich, eine Persona des künftigen typischen Kunden zu haben.

Vom Gedanken zum Keywordrecherchetool – erstellen Sie Ihre eigene Keywordliste

Bevor Sie sich im Netz an die Recherche machen, um das SEA Ihres Unternehmens zu verbessern, bedarf es zunächst eines gründlichen Brainstormings. Ganz ohne Ansatzpunkte können Sie schließlich keine Recherche durchführen. Auch die Suggestion-basierten Lösungen, die wir Ihnen vorschlagen, funktionieren mit dem passenden Suchansatz besser. Überlegen Sie sich also ein oder zwei Keywords, für die Sie unbedingt Werbung schalten wollen. Darauf können Sie Ihre Recherche aufbauen.

Ein sehr einfaches Tool für die Keywordrecherche finden Sie in den Suchvorschlägen von Google. Elaboriert ist das zwar nicht, aber ein guter Einblick in das „Mindset“ der Suchmaschine. Denn die Vorschläge für die weitere Suche basieren auf regionalen und lokalen Präferenzen, sowie dem Suchvolumen. So können Sie schnell sortieren, welche Begriffe möglichst häufig gesucht werden und können relevante Keywords vorsortieren.

Eine dedizierte Liste, die auf den Vorschlägen des Google Suchfensters basiert, können Sie unter anderem hier finden – so sparen Sie sich den Umweg händischen Notierens. Dies ist allerdings mehr als kleiner Einblick zu verstehen, noch übersichtlicher und vor allem detaillierter wird es mit Hypersuggest. Hier können Sie nicht nur die Funktionalität der Google Suggestions (in verschiedenen Sprachen) nutzen, sondern Ihre Keywords auch mit W-Fragen aufbessern, Bilder oder Amazon-Angebote zu Ihren Keywords testen und nach Hashtags auf Instagram und aktuellen Google Trends in den News stöbern.

Genau diesen präzisen und umfangreichen Rundumblick brauchen Sie, um Ihre Werbung wirklich zielgenau platzieren zu können.

Allerdings sind nicht alle Keywords dafür geeignet, Ihre Suchmaschinenwerbung wirklich zu verbessern. Tatsächlich können Sie sich sogar selbst ein Fettnäpfchen vor die Füße stellen, wenn Sie Ihre Recherche nicht richtig auswerten können.

Passende Keywords zum Bedürfnis der Nutzer finden

Keywords werden in zwei verschiedene Kategorien unterschieden: informationsorientiert und transaktionsorientiert. Je präziser dabei die Longtail Keywords sind, desto einfacher wird die Zuordnung in den einen oder den anderen Bereich.

Informationsorientierte Keywords wie „Definition Marketing Automation“ sind für Sie eine tolle Gelegenheit, User via SEA auf Ihre Seite zu verweisen und sogar qualifizierte Leads zu generieren. User können Informationen hier ohne feste Kaufabsicht zu Reiseorten, für Referate, aus technischem Interesse oder auch einfach nur aus Langeweile ansehen. Die Motive für eine informationsorientierte Suche sind vielfältig. Dementsprechend sollten Sie bei einer Anzeigenschaltung keine hohe Conversion Rate erwarten.

Anders hingegen funktioniert für Kunden die Suche nach transaktionsorientierten Keywords, beispielsweise „Marketing Automation Vergleich“. Hier steht der Vergleich von verschiedenen Produkten einer Kategorie oder das Vergleichen von Preisen/Versanddauer/Serviceumfang im Vordergrund. Die Conversion Rate liegt hier grundsätzlich höher, entsprechend lassen sich mit guter Werbeplatzierung schnell Umsätze erzielen.

Diese Unterscheidung macht transaktionsorientierte Keywords für die Keywordrecherche im SEA grundsätzlich wichtiger. Allerdings schließt dies langfristige Werbekampagnen für informationsorientierte Suchen natürlich nicht aus. Gerade bei Imagekampagnen ist es wichtig, dass Kunden Sie nicht nur als Anbieter des gesuchten Produktes wahrnehmen, sondern als Komplettlösung und als Marke, die umfassende Antworten gibt.

SEA Keywordrecherche mit dem Keyword Planner konkretisieren

Doch auch die beste Keywordrecherche kann dann auf ihre Grenzen stoßen, wenn die Gewohnheiten der User sich ändern. Genau hier kommt der Keyword Planner von Google zum Einsatz. Dieser hilft nicht nur bei der Erstellung einer Liste relevanter Keywords, sondern schlägt auch mögliche CPC-Gebote vor.

Der Keyword Planner funktioniert für Google und YouTube und erlaubt es Ihnen, Recherche und Planung zu verbinden. Außerdem erhalten Sie so einen ersten Einblick in das benötigte Budget und können hier gegebenenfalls noch die wichtigsten Stellschrauben anpassen.

Die richtige Recherche verbessert Ihr Ranking bei SEA und SEO

SEO und SEA und die eingesetzten Methoden, um die wichtigsten Suchbegriffe für beide Methoden des Onlinemarketings zu finden, gehen Hand in Hand. Keywordrecherche ist immer auch ein Stückchen Geheimdienstarbeit.

Sie müssen wissen, was Ihre Kunden suchen, selbst wenn diese es vielleicht bewusst selber nicht tun. Sie müssen aktuellen Trends ein Stück weit voraus sein und saisonale Bewegungen antizipieren können. Schließlich wollen Sie nicht erst präsent sein, nachdem Ihre Kunden bereits nach Ihnen gesucht haben.

Um Ihrer Konkurrenz nicht nur auf den Rankingplätzen, sondern auch zeitlich voraus zu sein, müssen Sie die grundlegende Keywordrecherche für SEA als essentiellen Teil Ihres digitalen Marketings verstehen und Google Trends erkenne können. Erreichen Sie die richtigen Suchenden, so kommen diese auf Ihre Seite und verweilen dort, melden sich zum Newsletter an oder schließen direkt einen Kauf ab. Mit der Zeit können Sie dadurch sowohl die Rankingergebnisse in der bezahlten Suche als auch organisch verbessern.