Die Generationen X, Y und Z – wie ticken Ihre Kunden wirklich?

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Generationen sind ein Hilfsmittel, ein Tool, mit dessen Informationen Sie Ihre Kunden besser verstehen können. Denn natürlich sind die Grenzen in der Realität nicht so streng gezogen, wie die Trennlinien zwischen Generation X, Y und Z uns das zu glauben machen wollen. Abseits des stereotypen Denkens können Marketer viel von der Unterscheidung der Generationen lernen und ein klareres Bild davon bekommen, wer überhaupt zu ihrer Zielgruppe gehört. Genau deswegen lohnt es sich, die passende Generation zu finden.

 

Wie unterscheiden sich die Generationen X, Y und Z auf dem Papier?

Zunächst einmal sollten Sie die klare Definition der verschiedenen Generationen kennen, auch wenn es hier natürlich einige strittige Punkte gibt.
Kategorisieren wir die drei „jüngeren“ Generationen, so ziehen wir die Grenzen wie folgt:

  • Generation X: geboren zwischen 1966-1980
  • Generation Y (Millennials): geboren zwischen 1981-1995
  • Generation Z (aktuell gerne Zoomer genannt): geboren zwischen 1996-2012
Die Generationen X,Y und Z wurden unterschiedlich geprägt und haben verschiedene Bedürfnisse.
Die Generationen wurden unterschiedlich geprägt und haben verschiedene Bedürfnisse. (Bild: bachelorschreibenlassen.com)

All diese Gruppen können zu Ihrer Zielgruppe gehören und müssen sich nicht gegenseitig ausschließen. Ein größerer Online Shop muss mit verschiedenen Produkten unterschiedliche Zielgruppen ansprechen und dies geschieht auf unterschiedliche Art und Weise.
Dabei ist es wichtig, dass wir die Geburtsjahre nicht als absolute Wahrheit verstehen, denn in der Praxis verlaufen die Grenzen hier wesentlich fließender als Jahreszahlen dies implizieren.
Schauen wir aber auf Mediennutzung, Targeting und Ansprache, so wird deutlich klarer, warum es so clever ist, die Generationen als Abkürzung für die Gewohnheiten Ihrer Kunden zu nehmen.

So durchqueren Generation X, Y und Z die Medienlandschaft

Jede Altersgruppe hat zwar die gleichen Möglichkeiten angesprochen zu werden, doch wird diese nicht in gleichem Maße nutzen. Dies hat vor allem etwas mit unserer digitalen Sozialisierung zu tun. Wer mit Mails als Kommunikationsmedium aufgewachsen ist, hat ein anderes Verhältnis zu Newslettern als jüngere Kunden, die vor allem auf das Wort von Influencer auf Social Media hören.

Die digitale Sozialisierung ist ein Faktor für unterschiedliche Marketing Maßnahmen.
Die digitale Sozialisierung ist ein Faktor für unterschiedliche Marketing Maßnahmen. (Bild: syrcon.com)

Generation X – die ältere Generation der Online-User

Auch die Generation X ist online und navigiert sich problemlos durch Websites, auch von Mobilgeräten aus. Anzunehmen, dass selbst ältere Gen X’er online nicht zu erreichen ist, ist ein absoluter Trugschluss. Zwar benötigt die Generation 50+ oftmals die Hilfe ihrer Kinder oder zieht klassische Devices wie den Laptop vor, doch für Online-Werbung sind sie ebenfalls zu haben.

Telefon- und E-Mail-Marketing sind hier besonders präzise Tools, um die User dieser Generation zu erreichen. Zudem sollten Sie bedenken, dass die Generation X bereits fest im Berufsleben steht.

Ein guter Service und ein funktionierendes Gesamtpaket sind hier wichtiger als der günstigste Preis. Loyalität und langfristige Markenbindung sollten hier in den Fokus gerückt werden.

Generation Y – Millennials als die ersten wahren Digital Natives

Für Millennials verhält sich die Nutzung digitaler Medien etwas anders als für die Gen X. Genutzt werden hier vor allem Mobile Devices, Laptops und Computer werden für die Arbeit oder zum Gaming genutzt.
Wenn Sie die Gen Y erreichen wollen, müssen Sie, genau wie Google, Mobile First denken. Millennials sind auf Social Media stark vertreten, vor allem Instagram ist der Sweet Spot für die Generation Y.

Auch bei der Kommunikation zeigt das seine Auswirkungen, denn durch den Fokus auf Social Media, sind Millennials auch ein hohes Maß an Individualisierung gewohnt. Wenn die Ansprache hier nicht stimmt und das Marketing zu unpersönlich wird, wirkt das schnell abschreckend.

Für die Generation Y muss die User Experience schnell und nahtlos sein, nichts darf Unterhaltung und schneller Befriedigung der Kundenwünsche im Wege stehen.
Zudem müssen Millennials an unterschiedlichen Touchpoints abgeholt werden, um ihren Nutzungsgewohnheiten, zwischen Tablet, Smartphone oder Arbeits-PC zu switchen, entgegen zu kommen.

Generation Z – Social Media und Brands als Gleichgestellte

Der größte Unterschied zwischen Generation X, Y und Z stellt sich aus Marketingperspektive vor allem bei der Nutzung von Social Media dar. Hier stellen die Zoomer eine Besonderheit dar: Für viele von ihnen heißt es nicht mehr Social Media first, sondern Social Media only.
TikTok, YouTube und Instagram werden als Suchmaschine und Browser genutzt. Die Umleitung in den echten Browser wirkt hier fast schon altmodisch und ist nur ein potenzieller Drop-Off-Point.

Das bedeutet auch, dass der Sales Funnel auf Social Media hingearbeitet werden muss. Wenn Posts von Influencer nicht über einen Klick in den Shop führen, ist das schon zu viel Umweg. Bedenken Sie: Die Generation Z ist mit einer nahtlosen Online-Erfahrung groß geworden und gibt sich mit nichts Geringerem zufrieden.

Die Gen Z nutzt mehrere Social Media Kanäle und diese sehr zeitintensiv.
Die Gen Z nutzt mehrere Social Media Kanäle und diese sehr zeitintensiv. (Bild: agentur-gerhard.de)

Um hier etwas zu erreichen, müssen Sie mit der User Experience von Apple oder Amazon konkurrieren können. Auch Influencern wird Gehör geschenkt, denn die mal mehr und mal weniger bekannten Gesichter sind ständige Begleiter ihrer User.

Die Kommunikation muss hier vor allem schnell und auf den Punkt genau sein – nutzen Sie also lieber Messenger-Marketing als E-Mails. Zumal Mails für User der Generation Z kaum noch zum Alltag gehören.

Generationen sind eine Richtlinie, keine Wissenschaft

Wie Sie bereits bei unserer Einteilung in die Generationen und deren Gewohnheiten sehen können, handelt es sich hierbei nicht um klar definierte Einteilungen, sondern eher um grobe Maßgaben. Denn nicht nur zwischen Generation X, Y und Z sind die Unterschiede in der Praxis nicht so bedeutend, auch die Intragenerationsvarianz sollten Sie nicht unterschätzen. Das bedeutet, dass es innerhalb der Generationen ebenfalls stark unterschiedliche Ausprägungen gibt.

Denn ob Gen X’er 1966 oder 1980 geboren sind, macht einen gewaltigen Unterschied. Ein großer Teil der Generation Z ist sogar nicht einmal in dem Alter, selbständig Kaufverträge unterzeichnen zu können und wird sich in Bezug auf Mediennutzung noch weiterentwickeln. Und das womöglich sogar mit Geräten, die heute eher als Kuriositäten gelten, wie zum Beispiel VR-Brillen.

 

Gehört die Unterscheidung in Generation X, Y und Z also in den digitalen Papierkorb? So streng sollten Sie auch nicht sein, denn der schnelle Überblick hat definitiv seine Vorteile. Zu wissen, welche Altersgruppe Sie targeten und wie Sie diese erreichen, ist immer ein Plus.

Erarbeiten Sie Zielgruppen über Generationen, so sollten Sie auch ein kritisches Bewusstsein für die Grenzen der Generationsdefinition haben.

Zum Glück stehen Ihnen wesentlich mehr Tools zur Verfügung, um Ihr Online-Marketing den Bedürfnissen Ihrer Kunden anzupassen.

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