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Im Online Marketing steht guter Content immer an erster Stelle, denn auch ohne die ganz großen Investitionen kann Ihr Unternehmen über den Inhalt mit jedem Major Player mithalten. Entsprechend hoch ist auch der Stellenwert, den Content Marketing heutzutage im Marketingmix einnimmt.

Und dabei geht es um mehr als einfach nur Prestige in den sozialen Netzwerken oder aber eine angenehm lesbare Website. Guter Content ist ein echter Lead-Magnet – zumindest, wenn Sie es richtig anstellen. Wie genau das funktioniert, warum das eigentlich nicht so schwer ist und wieso es dennoch so vielen Unternehmen schwerfällt, erfahren Sie hier. Und das in sieben konkreten Schritten!

1. Blogs und Listicles sind ein Lead-Magnet in Textform

Dass Blogs und Listicles (also jener durch Buzzfeed popularisierte Mix aus Liste und Artikel) ein Weg zum Erfolg sind, können Sie gerade an sich selbst beobachten. Schließlich lesen Sie diesen Artikel ja.

Auch Ihre (potentiellen) Kunden suchen nach relevanten Inhalten und wollen Antworten auf ihre brennenden Fragestellungen haben.

Erarbeiten Sie sich also einen attraktiven Blog, in dem Sie alles Wichtige im Themenfeld Ihres Produktes besprechen. Zeigen Sie Probleme auf und demonstrieren, wie Ihre Produkte oder Services das lösen kann. Seien Sie dabei modern und gestalten Sie die Artikel kurzweilig, lockern Sie sie mit vielen Bildern auf und fokussieren Sie sich nicht zu stark auf den Call-to-Action.

Gerade in einer offenen Form wie dem Blog können Sie auch einmal Dinge ausprobieren und schauen, was funktioniert und was für Sie in der Praxis ein Lead-Magnet wird.

2. Content Marketing mit visuellem Content

Wenn Faust damit hadert, dass am Anfang das Wort war, dann gilt das für das moderne Content Marketing ganz besonders. Blogs sind gut und aufschlussreich, aber das geschriebene Wort ist eben längst nicht mehr alles. Schließlich sollen Ihre Leads geradezu festgehalten werden und müssen jede Sekunde auf Ihrer Seite oder Ihren Pages auf Instagram, Facebook und Co. genießen.

Nützliche Inhalte, die einen hohen Wert haben, müssen Sie nicht immer mit der Feder verfassen. Bilder und vor allem Videos sind oftmals leichter zu konsumieren und bieten (gerade bei jüngeren Zielgruppen) einen Erfolg versprechenden Call-to-Action.

Zuschauer dazu aufzurufen, am Ende des Videos mit Ihnen in Kontakt zu treten, eigene Ergebnisse von DIY-Projekten zu zeigen oder Erfahrungen in den Kommentaren zu besprechen, wirkt auf YouTube oder Instagram durchaus authentisch. Daher: keine Scheu vor dem Medieneinsatz!

Gerade Tutorials oder Tipps und Tricks sind optimal für Videos.

3. Wachstum hacken, wo Sie ihn nicht organisch schaffen können

Manchmal reicht aber auch das beste Content Marketing nicht, um Ihre Kunden mit bloßen Inhalten zu erreichen. Einen erfolgreichen Lead können Sie schließlich nur dann generieren, wenn Ihre potentiellen Kunden überhaupt den Weg auf Ihre Seite finden.

In diesem Fall gehen SEO und Content Hand in Hand, nutzen Sie also Tools wie Google Analytics und SemRush, analysieren Sie Ihre Zielgruppe und deren Suchanfragen und planen Sie genau, wie und wo Sie Ihren Content platzieren wollen.

Dabei sollten Sie natürlich auch ein scharfes Auge auf die Konkurrenz richten und schauen, welche Wettbewerber in welchen Bereichen besser performen als Sie. Und warum…

4. Das Leben ist Wiederholung

Das Leben ist Wiederholung. Und das gilt auch für Ihren Content, nützliche Inhalte erscheinen Ihnen schließlich nicht täglich als Eingebung. Schlimm ist das allerdings auch nicht, denn Sie können auch alte Inhalte neu aufbereiten, nach dem neuesten Wissensstand oder mit einem neuen Produkt/Service erneut diskutieren.

Bedenken Sie, dass jeder Artikel in Ihrem Blog oder jedes Video auf Ihrem Kanal für einen Kunden das erste sein können. Und oftmals ist es auch für langwierige Follower interessant, noch einmal unter neuen Gesichtspunkten auf ein altes Thema zu schauen.

Wichtig ist, dass Sie regelmäßigen Content mit Mehrwert liefern. Dann erhalten Sie auch von Instagram, Facebook oder YouTube den so wichtigen Boost im Suchalgorithmus und News Feed. Dadurch bleiben Sie präsent im Netz und in den Köpfen der User und ein funktionierender Lead-Magnet braucht genau diese Präsenz. Nur so sind Nutzer bereit, zu Followern und Abonnenten zu werden und Kontaktdaten an Sie abzugeben.

5. Strukturen schaffen

Inhalt braucht Struktur und das gleich in mehrerlei Formen. Das gilt beispielsweise für den Textaufbau, der von einer mitreißenden Überschrift gekrönt wird und über Zwischenüberschriften übersichtlich durch den Fließtext führt.

Aber die Struktur muss auch ästhetisch ansprechen, sollte also wenig ablenken und dem Bauhaus-Prinzip folgen. „Form follows function“ bedeutet im Content Marketing, dass Ihre Leser und Zuschauer sich intuitiv zurechtfinden und auch beim ersten Besuch sofort wissen, was sie wo finden können.

Über visuelle Kommunikation können Sie auch inhaltliches Gewicht setzen und etwa die Fläche zum Eintragen der E-Mail-Adresse für den Newsletter oder ein kostenloses E-Book besonders hervorheben.

Bedenken Sie einfach, dass jegliche Form des Inhalts im Netz, auch reine Texte, visuell ist. Und entsprechend sollte auch Ihr Blog ein wahrer Augenschmaus sein.

6. Einfach dranbleiben durch Retargeting

Nicht alle Besucher werden Sie beim ersten Kontakt mit Ihrer Seite in Leads umwandeln können. Um aus einmaligen Besuchern qualifizierte Leads zu machen, sollten Sie für wiederholten Kontakt mit Ihrer Brand sorgen.

Über Retargeting-Strategien können Sie bei Usern über mehrere Portale, Kontaktpunkte und auch Devices hinweg Präsenz zeigen. Typischerweise benötigen User etwa drei bis fünf Kontaktpunkte, ehe Sie bereit für einen Kauf sind.

Lead und Lead-Magnet müssen also nicht gleich beim ersten Mal funken, der stete Content höhlt den Stein.

7. Präzision ist der Schlüssel

Ein Lead-Magnet im Content Marketing muss nicht jedes Problem der Welt bedienen. Wollen Sie eine E-Mail-Adresse gewinnen, so sollten Sie dafür keine eierlegende Wollmilchsau präsentieren. Spezifische Probleme erfordern spezifische Lösungen und guter Content löst ein Problem, das aber sehr präzise.

Denn natürlich suchen User sehr spezifisch nach einem gewissen Mehrwert und brauchen kein Breitbandantibiotikum für ein klar umrissenes Problem. Im Zweifelsfall bieten Sie mehrere Einzellösungen an, das hilft Ihnen sogar dabei, die Leads besser zu sortieren und einfacher verwerten zu können.

Warum hinkt Content Marketing bei der Lead-Generierung immer noch hinterher?

Bereits diese 7 Tipps helfen Ihnen dabei, eine Strategie auszuarbeiten, mit der Sie schneller bessere Leads in hoher Stückzahl generieren.

Doch auch mit dem Wissen, um den Aufbau des richtigen Content Marketings ist es eben ein Kunststück, Inhalte wirklich qualitativ hochwertig zu präsentieren. Gute Texte, beeindruckende Bilder und leicht verständliche Videos – das klingt auf dem Reißbrett immer noch gut umsetzbar, kann aber in der Praxis zum Stolperstein werden.

Gerade deswegen sollten Sie aber Ihre Chancen online nutzen, sich ein Netzwerk (auch mit Externen und Freelancern) aufbauen und ein wenig experimentieren. Nicht jeder Blogpost muss ein Volltreffer werden, aber Sie müssen bereit sein, aus Erfolgen und Misserfolgen zu lernen. Dann lassen Ihre inhaltlichen Höhepunkte sich replizieren und Besucher werden so gerne zum Lead für Ihr Unternehmen.